Arielle de Pinto X Lars Paschke: Der Stein der Weisen

Im Mittelalter waren Alchemisten auf der Suche nach dem Stein der Weisen. Dieser sollte unedle Metalle in pures Gold verwandeln. Heutzutage ist dies zwar theoretisch mit Hilfe atomarer Prozesse machbar, allerdings ist die Herstellung ökonomisch katastrophal.

Wahrliche Steine der Weisen züchtet allerdings Lars Paschke. Der Designer lässt nämlich Kristalle wachsen, die er mit wissenschaftlichen Methoden erschafft. Anstatt Ringe oder Kleidern mit Edelsteinen zu besetzen oder zu besticken, lässt er Kristalle direkt auf diesen entstehen – wie gerade für die Schmuckstücke des in Montreal ansässigen Juwelierin Arielle de Pinto.

Paschkes Berliner Studio wirkt wie eine Mischung aus Büro, Atelier und Labor. Sobald er die halbfertigen Schmuckstücke von aus Kanada erhält, macht er sich ans Werk, indem er quasi eine Kristallsaat aufbringt und diese in einer Nährlösung heranzieht. Danach wird diese langsam und präzise gekühlt und erhitzt, die Lösung verdampft und fügt dem Stamm neue Kristalle hinzu – in atemberaubenden 3D-Mustern. Der gesamte Prozess dauert einen Monat. Die „Rohmaterialien“ sind Kalium und Alaun, die zusammen „Phantom Crystals“ ergeben – ein dunkler Kristall wird von helleren eingeschlossen. Bei den Farben reichen die Schattierungen von dunklem Violett über Pastell-Lila bis hin zu Transparenz. Auf diese Weise entstehen wahre Meisterwerke, und obwohl der Herstellungsprozess einfach anmutet, ist absolutes Fingerspitzengefühl gefragt. Nur wenn die äußeren Umstände ganz genau passen und der Verdampfungsprozess exakt abgestimmt ist, wachsen die Kristalle. Nur ein Grad Unterschied können das Wachstum ruinieren und die ganze Arbeit zunichte machen.

Auf die Idee zu diesen delikaten Arbeiten kam Paschke während seiner Master Arbeit an der Royal Academy Antwerpen im Jahre 2009. Bei seiner Recherche zu heilenden Objekten wie Mandalas, Chakras etc. stieß er auf das Thema des Kristallzüchtens.

Die Stücke von Arielle de Pinto X Lars Paschke sind exklusiv auf ssense.com erhältlich.

Copyright: Julia Burlingham. www.juliaburlingham.com
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Bildquelle: Julia Burlingham

Autor: Benjamin Blum

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Dinolove von Malaikaraiss

Auf der letzten Mercedes Benz Fashion Week in Berlin gab es viele traurige Gesichter: Dies hing aber nur in wenigen Fällen mit der schlechten Klimatisierung zusammen. Vielmehr damit: Nur einige Wenige bekamen bei der Show von Malaikaraiss eine Goodie Bag. Nun fragt man sich: Warum hat direkt das halbe Fashioncrowd im Zelt schlechte Laune, nur weil sie nicht das x-te Haarpflegeprodukt, den tausendsten Notizblock und die hundertste iPhone-Hülle bekommen hatten. Aufgepasst: Neben diesen Kleinigkeiten befand sich in der Goodie Bag von Malaikaraiss nämlich die wundervolle Dinolove-Kette. Die glücklichen Besitzer mussten aufpassen, dass ihnen die Kette nicht gleich vom Hals gerissen wurde. Dank an Malaikaraiss, dass dieses zauberhafte Accessoire nun auch in ihrem Onlineshop erhältlich ist – und nun sind wir alle glücklich.

Quelle: Silk Relations; Credit: Cathleen Wolf
Quelle: Silk Relations; Credit: Cathleen Wolf
Quelle: Silk Relations; Credit: Cathleen Wolf
Quelle: Silk Relations; Credit: Cathleen Wolf

Autor: Benjamin Blum

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Marcel Ostertag @ Mercedes-Benz Fashion Week Berlin F/W 2014/15

Marcel Ostertag Show - Mercedes-Benz Fashion Week Autumn/Winter 2014/15
Marcel Ostertag Show – Mercedes-Benz Fashion Week Autumn/Winter 2014/15

Einmal mehr feierte Marcel Ostertag auf der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin mit einer grandiosen Kollektion die Weiblichkeit. Fabelhafte Beige-Nuancen Ton in Ton – wie zum Beispiel beim delikat-nudefarbenen Trenchcoat, der eine wunderbar schmale Silhouette zauberte – schmeichelten der femininen Form der Models. Teddyplüsch in oversize setzten einen Kontrast zu schmalen Hosen. Im Laufe der Show kam zu den Nude-Tönen immer mehr Schwarz hinzu: Erst als leichte, grafische Details, dann flächiger, bis hin zum Komplett-Look. Besonderes Highlight waren die Oversize-Plüsch-Pullis und die Feder-Oberteile – herrlich. Auch die Materialvielfalt ist hervorzuheben. Mit der Kollektion geht es in die Breite und zeigt legere Zipper-Cardigans, Tulpenkleider, Boxy-Tops und vieles mehr.

Autor: Benjamin Blum

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ep_anoui by Eva Poleschinksi @ Mercedes-Benz Fashion Week Berlin F/W 2014/15

aw-2014_fashion-week-berlin_DE_ep-anoui-by-eva-poleschinski_41940
aw-2014_fashion-week-berlin_DE_ep-anoui-by-eva-poleschinski_41940

ep_anoui by Eva Poleschinki zeigte eine wirklich aufregende Kollektion bei der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin. Reduziert bei den Farben – Schwarz und weiß – trumpfte die Designerin bei den Schnitten auf. Tulpenröcke, Blusen mit U-Boot-Ausschnitt, betonte Schultern und schmale Maxiröcke kreierten wunderbare Silhouetten und setzten die Weiblichkeit in Szene. Besonderes Highlight war ein Cape in Metallic-Optik. Auch das wiederkehrende Schwarz-Weiß-Muster, das an stilisierten Animal-Print erinnerte war ein wahrer Hingucker. Leise Anklänge an vergangene Dekaden – 50er und 60er rundeten das Bild ab.

Autor: Benjamin Blum

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Barre Noire @ Mercedes-Benz Fashion Week Berlin F/W 2014/15

Barre Noire Show - Mercedes-Benz Fashion Week Autumn/Winter 2014/15
Barre Noire Show – Mercedes-Benz Fashion Week Autumn/Winter 2014/15

Timm Süssbrich zeigt mit der Barre-Noire-Kollektion auf der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin, wie ein urbanes Streetstyle-Label über die Jahre erwachsen wird. Klar, Leo-Print gehört weiterhin ebenso zum Signature-Inventar, wie grelle Farben. Doch ihr Einsatz wirkt viel entspannter durch die neue Dezenz. Ausgebrannte Leo-Muster auf Oversized-Pullis für Herren waren das Highlight. Nur im Licht leicht schimmernde Leo-Punkte sorgen für Eleganz. Wiederkehrendes Element sind dreieckige Ledereinsätze teils in gedeckten Metallic-Tönen, die sich entweder als grafische Elemente ein- oder in Form von Fuchsköpfen zusammenfügten. Boxy-fit Tops mit abgerundetem Saum in der Front und längerem Rück geben dem Vokuhila ein modisches Revival. Einzige Frage ist nur, wie lange kann man noch jedes Jahr wieder Leo-Print zeigen, bevor sich diese Idee totläuft?

Autor: Benjamin Blum

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Anja Gockel @ Mercedes-Benz Fashion Week Berlin F/W 2014/15

Anja Gockel Show - Mercedes-Benz Fashion Week Autumn/Winter 2014/15
Anja Gockel Show – Mercedes-Benz Fashion Week Autumn/Winter 2014/15

Anja Gockel zeigte ihre F/W 2014/15-Kollektion auf der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin unter dem Motto “Hildegard” (von Bingen). Allerdings muss man sagen, dass die Modelle bis auf wenige Ausnahmen den Anklang an dieses Sujet vermissen ließen. Nun gut, sei es drum. Neben wirklich schönen, bodenlangen, hochgeschlossenen, schwarzen Abendkleidern mit schwarzen Spitzeneinsätzen bot die Kollektion wenig innovative Schnitte und setzte vielmehr auf Tragbarkeit. Tür Kundinnen sicherlich wichtig, allerdings für den Betrachter wenig Aufsehen erregend und wegweisend. Leichte, semi-transparente Stoffe mit Blumen-Mustern und grafisch-geometrischen Streifenprint kombinierten sich zu schwarzem Leder. Farbliche Eye-Catscher waren Kupfer-Oragne und Radiant Orchid. Unaufgeregt und tragbar.

Autor: Benjamin Blum

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Vonschwanenflügelpupke @ Mercedes-Benz Fashion Week Berlin F/W 2014/15

Vonschwanenfluegelpupke Show - Mercedes-Benz Fashion Week Autumn/Winter 2014/15
Vonschwanenfluegelpupke Show – Mercedes-Benz Fashion Week Autumn/Winter 2014/15

Wilde Prints, die an “Alice im Wunderland” und Omas Café-Service erinnerten, bildeten die Klammer der F/W 2014/15-Kollektion des Labels Vonschwanenflügelpupke auf der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin. Seidendresses mit für den Winter überraschend kräftigen, fast neonfarbenen Tönen in Form von Kaffeetassen und -kannen, die patchworkartig mit verschiedenen “Geschirrmustern” kombiniert wurden, waren definitiv ein Hingucker. Leider wirkte die Farb- und Musterexplosion sehr unruhig. Coole, individuelle Prints – vielleicht nicht unbedingt als Komplettlook im Alltag tragbar, als einzelnes Stück zu einem einfarbigen Outfit allerdings ein Highlight. Die weiten Pyjamahosen wirkten leider ein wenig eso-ethno angehaucht. Eine spannend anzuschauende Kollektion, die allerdings auf Dauer wegen der sich ständig wiederholenden grellen und immer gleich bunt-gemichtn Muster letztlich ein wenig anstrengend wirkt. Die mitunter spannenden Schnitte und Formen gehen durch die knalligen Muster leider ein wenig unter.

Autor: Benjamin Blum

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MINX by Eva Lutz @ Mercedes-Benz Fashion Week Berlin F/W 2014/15

Minx by Eva Lutz Show - Mercedes-Benz Fashion Week Autumn/Winter 2014/15
Minx by Eva Lutz Show – Mercedes-Benz Fashion Week Autumn/Winter 2014/15

MINX zeigt bei der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin einmal mehr eine tragbar-kommerzielle Kollektion. Keine übertrieben große Gesten oder wilder Innovationsgeist. Klassisch-legere Everydaywear, die hier und da mit voluminösen Formen – wie beim Oversized-Pulli aus schimmerndem Neopren– kurz die eigentlichen Möglichkeiten von Eva Lutz durchblicken lassen. Röcke in unterschiedlichen Längen und Formen herrschen ebenso vor, wie klassische Wintertöne: dunkle Beeren, Braun, Schwarz, Erdtöne. Auch Leder ist ein wiederkehrendes Thema. Allerdings nicht wie in vergangenen Saisons als ganze Ärmel, sondern als Einsatzdetails. Texturierter Strick und Teddyplüsch – den man mögen muss – setzen Akzente. Die Abendkleider trumpfen mit Samt und Silber-Metallic-Stoffen auf, die fast flüssig wirken, aber dennoch nicht wirklich überzeugen können, da bei der Schnittführung und Form zu wenig gewagt wird. Alles in allem wie immer tragbar und sicherlich ein Erfolg in den Läden, allerdings fehlt ein wenig avantgardistischer Mut, der der Marke gut tun würde und für ein jüngeres Image sorgen könnte.

Autor: Benjamin Blum

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Bagaz @ Mercedes-Benz Fashion Week Berlin F/W 2014/15

Bagaz Show - Mercedes-Benz Fashion Week Autumn/Winter 2014/15
Bagaz Show – Mercedes-Benz Fashion Week Autumn/Winter 2014/15

Definitiv eines der Highlights des zweiten Tages der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin war Bagaz. Das Berliner Label zeigte eine Kollektion zwischen Avantgarde und moderner Cleanliness. Sie schwankte zwischen sinnlich-aufreizend mit viel Transparenz und züchtiger Zugeknöpftheit – perfekt inszeniert durch die langen Knopfreihen im Rücken. Bagaz dreht die Zeit zurück zu einer Epoche, in der Damen elegant in bodenlangen Kleidern in Salons verweilten – passend zum Setting der Präsentation. Raffinierte Raffungen machen das gelungene Bild komplett.

Autor: Benjamin Blum

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Patrick Mohr @ Mercedes-Benz Fashion Week Berlin F/W 2014/15

 

Patrick Mohr Show - Mercedes-Benz Fashion Week Autumn/Winter 2014/15
Patrick Mohr Show – Mercedes-Benz Fashion Week Autumn/Winter 2014/15

Patrick Mohr hat mit seiner Kollektion auf der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin für den kommenden Herbst/Winter einen perfekten Griff in die Farbpalette bewiesen. Strahlendes Blau in sämtlichen, erdenklichen Nuancierungen macht die leger-sportiven Streetwear-Looks aus. Mit einem fast verschwenderischen Einsatz von Material- und Textur-Mixen zeigt Mohr, warum er schon seit Jahren erfolgreich designt. Leder mit Krokoprint, wollige, fast filzartige Qualitäten, gummierte Beschichtungen und Glanzoptiken setzen sich zu einem stimmigen Look zusammen. Hinzu kommen kleine Raffinessen wie dezente Cut-outs und das sich stets in allen Kollektionen wiederzufindende Signature Piece – das Dreieck. Einzig zu bemängeln sind die Unruhe, die durch die wilde Kombinationswut entsteht, durch die man gar nicht weiß, wohin man zuerst schauen soll und der Einsatz von Tüll mit aufgestickten Schmetterlingen – das soll mir mal einer erklären.

Autor: Benjamin Blum

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