Junge Avantgarde aus Skandinavien: Odeur und Asger Juel Larsen

Dass Skandinavien mehr zu bieten hat, als seine mehr als hübsch anzusehenden Einwohner, wissen wir schon lange. In punkto Design sind sie immer ganz weit vorne. Denkt man an skandinavische Mode, kommen einem herrlich warme Wollpullover, klare Linien, schlichte Schnitte und vor allem Naturtöne in den Sinn. Gerade die zwei jungen Labels Odeur und Asger Juel Larsen fallen dabei aus dem Rahmen und somit ins Auge. Junge Mode mit einem Hach Avantgarade erwartet man eher aus London oder New York. Entgegen unserer von Astrid Lindgren geprägten Vorstellungen ist die vorherrschende Farbe bei den für mich spannendsten Labels dieses Winters schwarz und Düsternis schwebt verheißungsvoll über den Kollektionen. Kombiniert mit asymmetrischen Schnitten, Cut-outs, Überlängen, Materialmix entsteht ein einmaliger Look zwischen Gothic, Grunge und Rock, der so gut umgesetzt in letzter Zeit selten zu sehen war.

Bei Odeur ist besonders die grafische Schnittführung und die gewagten und doch dezenten Cut-outs hervorzuheben. Hier ist kein T-Shirt nur ein T-Shirt oder eine Hose nur eine Hose. Die Designer Petter Hollström and Gorjan Lauseger setzen sich mit jedem Kleidungsstück in seiner klassischen Form auseinander und kreieren individuelle Stücke. In der Unisex-Kollektion von Odeur wird der Träger zum Kämpfer im Großstadtdschungel.

Look der aktuellen AW11/12-Kollektion. Quelle: odeur.se
Look der aktuellen AW11/12-Kollektion. Quelle: odeur.se
Look der aktuellen AW11/12-Kollektion. Quelle: odeur.se


Bei Asger Juel Larsen zeigt das Logo aus Knochen bereits, was bei der Kollektion zu erwarten ist. Mehr Goth als Odeut, sehr düster und sogar ein wenig morbid kommt die aktuelle Linie daher und wirft einen apokalyptischen Blick auf die Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges. Uniformelemente, Stars and Stripes in dunklen Farben und Netzmaterialien treffen dieses Thema perfekt. Gewagt und gewonnen. Im Sommer darf man sich sogar auf ein paar helle Farben freuen: Inspiriert von amerikanischen Bikern und der Mod-Szene der 60er schafft allerdings auch diese Kollektion – die im Gegensatz zur aktuellen zwar ein wenig abfällt – den typischen dunklen Gesamteindruck – was auch gut so ist.

Look der aktuellen AW11/12-Kollektion. Quelle: asgerjuellarsen.com
Look der aktuellen AW11/12-Kollektion. Quelle: asgerjuellarsen.com
Look der SS12-Kollektion. Quelle: asgerjuellarsen.com
Look der SS12-Kollektion. Quelle: asgerjuellarsen.com

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One Response to Junge Avantgarde aus Skandinavien: Odeur und Asger Juel Larsen

  1. Nadine sagt:

    Das ist aber auch schon sehr ausgefallene Mode, aber irgendwie fetzt sie trotzdem ;). Find vor allem den Typ mit dem Kreuz vorm gesicht ganz cool. Hab letztens erst auf einem Blog nen Artikel gelesen, der ganz unten, wo es um Mode als Ausdrucksform von Individualität ging. Würdest du da zustimmen, ich find heutzutage können sich nur wohlhabende leute individuelle Mode leisten, für den Rest bleibt der Einheitsbrei ;) lieben Gruß nadine

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