Sie waren jung und brauchten das Geld: Versace for H&M, Karl Lagerfeld for Hogan, Kate Moss for Topshop

In gut einem Monat ist es wieder soweit: Die schwedische Modekette mit den zwei Buchstaben hat mal wieder einen Designer der A-Kategorie verpflichtet, eine erschwingliche Mini-Kollektion für den Normalbürger zu entwerfen. Ab dem 17. November dürfen wir uns also über Stücke von “Versace for H&M” freuen.

Seitdem Karl Lagerfeld im Jahr 2004 als erster Couturier überhaupt Designs für die breite Masse und den schmalen Geldbeutel zusammen mit Hennes und Mauritz auf den Markt brachte, trat dies eine ganze Welle von Designerkooperationen los. Über die Jahre kamen Viktor und Rolf, Lanvin, Sonja Rykiel, Comme des Garcon oder Jimmy Choo dazu. Selbst vor Models – die ja nicht zwangsläufig etwas vom Designen verstehen müssen – macht diese Koop-Wut keinen Halt. Kate Moss kreiert für Topshop und Heidi Klum entwirft gar Birkenstocks. Obwohl uns die Desinger immer gerne klarzumachen versuchen, dass sie dies nur tun, um der ganzen Welt das Gefühl zu geben, auch ein kostbares Designer-Stück kaufen zu können, wissen wir doch, dass es natürlich um Geld geht – warum nicht auch neben den betuchten Kunden  dem normalen Volk ein paar Euros abtrotzen? Völlig legitim.

Was viele allerdings zu schnell vergessen ist, dass es eben nicht Versace, sondern “nur” Versace for H&M (wird man spätestens beim Tragen in der nächsten Saison merken, wenn die Nähte reißen). Aber dafür ist der Preis natürlich auch dementsprechend niedrig und man sollte sich nicht beschweren. Allerdings haben die Teile – je nach Träger – auch oftmals den faden Beigeschmack von Polenmarkt und Ed Hardy.

Natürlich schaut sich jeder die Kollektionen bei H&M an, allerdings muss man auch sagen, dass sie einen immer wieder enttäuschen. So wunderbar wie die kostbaren Designerstücke auf den Laufstegen sehen die preiswerteren Varianten auf den Bügeln nun wirklich nicht aus. Sieht man dann noch, wie die Meute Modeverrückter – oder sollte man besser sagen “Labelverrückter” – vor den Läden ansteht, überkommt einen mitunter die Fremdscham.  Frage ist nur, ob es ihnen dabei wirklich um das Kleidungsstück oder um das kleine Schildchen mit der Aufschrift “XXX for H&M” geht.

Nun gut, dennoch sind wir gespannt, was sich Donatella für uns ausgedacht hat. Mehr dazu zu einem späteren Zeitpunkt.

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