Vokuhila… Aber untenrum!

Die 80er sind bei genauer Betrachtung gar nicht so schlimm, wie viele meinen. Aber eine Sache gibt es dann doch, die uns bitte keine Retrowelle wiederbringen soll: den Vokuhila – also zumindest den auf dem Kopf. Als Rock oder Kleid ist der nämlich der absolute Sommertrend. Hinten ist das Teil lang und vorne ist es nur wenig länger als ein Minirock. Frauen freut es, weil sie so förmlich durch den Wind flattern können und Männer sind begeistert, da die Damen trotzdem Bein zeigen. Win + Win = MustHave.

Vokuhila von River Island. Quelle: Asos.de
Vokuhila von Asos. Quelle: Asos.de
Vokuhila von River Island. Quelle: Asos.de
Auch die Stars stehen auf Vokuhila. Quelle: Vogue.de
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Wir sind die coolsten, wenn wir cruisen – Lagerfelds Cruise Collection für Chanel

Monsieur Lagerfeld hat sich für die Chanel Cruise Collection 2012/2013 mal wieder selbst übertroffen. Ein bisschen Marie Antoinette, ein bisschen Grace Kelly und Doris Day plus ein Spritzer Punk: fertig ist der frische Look. Natürlich immer noch unverkennbar Chanel. Fast mädchenhaft wirken die typischen Tweed-Kostüme in den hauchzarten Pastelltönen und den floralen Prints. Und was trägt Frau dazu? Natürlich Creepers – damit es nicht zu luftig wird und die Trägerin fest mit dem Boden verbunden ist. Da kann die nächste Kreuzfahrt kommen…

Chanel Cruise Collection 2012/2013. Quelle: Vogue.de / Getty Images

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Lust for Fashion. Walter van Beirendonck

Man sollte sich selbst nie zu ernst nehmen. Das ist eine Tugend, die viele Designer leider nicht beherzigen, da sie sich für das Zentrum des Universums halten. Nicht so Walter van Beirendonck. Auf seiner eigenen Webseite präsentiert er sich als herziges Piktogramm mit Schniedel und bei Auftritten wandelt er stets auf dem schmalen Grad zwischen lustigem Clown und Sado-Maso-Bärchen. Und genau diese Frische spiegelt sich auch in seinen Kollektionen wieder: spaßig-kindisch und überbordend-kreativ mit einem ordentlichen Schuss SM.

So natürlich auch die A/W-Kollektion 2012/13 “Lust never sleeps”. Glencheck-Anzüge mit trompe-l’œil -Effekt stellen selbst einen Magritte in den Schatten: Auf der vorderen Front ist die kleinere Silhouette eines Anzugs aufgedruckt – ein irrer Effekt. Dazu dicke Ketten mit Schlössern, geometrische Elemente, die Hemd und Fliege quasi zu einer Einheit verbinden und saftig-cremige Farben in wilder aber harmonischer Kombination – und dazu: viel viel Leder – vorzugsweise fleischfarben.

Walter ist einer der Gründe, warum mir Mode so viel Spaß macht!

Ein Anzug? Zwei Anzüge? Walter van Beirendonck A/W 2012/13. Quelle: waltervanbeirendonck.com
Gut gesichert. Walter van Beirendonck A/W 2012/13. Quelle: waltervanbeirendonck.com
Crèmiges Leder mit grafischen Prints. Walter van Beirendonck A/W 2012/13. Quelle: waltervanbeirendonck.com
Leder!!! Walter van Beirendonck A/W 2012/13. Quelle: waltervanbeirendonck.com
Flausch. Walter van Beirendonck A/W 2012/13. Quelle: waltervanbeirendonck.com
Pelz à la Walter van Beirendonck. A/W 2012/13. Quelle: waltervanbeirendonck.com
Merci, Walter! Quelle: waltervanbeirendonck.com
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I’m maybe ugly but I glow at night…

Was kommt dabei heraus, wenn man Kunstpelz mit Glasfaser paart? Richtig: Nichts Gutes. Oder anders gesagt: ElectroFur. Hier schrammt nicht nur der Name an Grenzdebilität, sondern auch das Produkt. Schäbige Flokati-Mäntel, die einem schon beim Anblick einen Juckreiz am ganzen Körper bescheren, entfachen durch eingebaute LED’s ein unheimlich-gruselig-bescheuertes Leuchten. So sinnvoll, wie ein A…loch am Ellenbogen. Genauso wie die Models auf den Website-Bildern, wird der Träger mit diesen an Geschmacklosigkeit kaum zu übertreffenden Design-Ausgeburten der Hölle der lächerliche Höhepunkt eines jeden Partyabends sein. Man darf nur hoffen, dass die eingebauten Leuchtmittel nicht für schmerzhafte Stromschläge sorgen – wobei man es wohl jedem Träger dieser Abscheulichkeiten wünscht. Erinnert ein bisschen an 90er-Techno reloaded. Da kann man nur an alle Jacquelines und Kevins sagen: Viel Spaß damit.

Glowing Pussys. Quelle: electrofur.com
Glowing Pimp. Quelle: electrofur.com
Teach me tiger... Quelle: electrofur.com
Romantic Glow. Quelle: electrofur.com

 

 

 

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Porzellan verbindet man meist mit mehr oder minder qualitativem Geschirr. Dass man jedoch wesentlich mehr aus diesem zerbrechlichen Material erschaffen kann, zeigt die japanische Künstlerin Katsuyo Aoki: Fragile Totenköpfe, die mit ihren feinen Schnörkeln und floral anmutenden Elementen und der luftigen Konstruktion eher an gotische Kathedralen erinnern. Fast hat es den Eindruck, dass die Schädel sich in einem beständigen Prozess des Schmelzens befinden und aus jedem Blickwinkel eine neue Form annehmen.

Einfach beeindruckend – da können unsere schäbigen Teller von Ikea nicht mithalten.

Quelle: http://katsuyoaoki.s1.bindsite.jp/Works.html
Quelle: http://katsuyoaoki.s1.bindsite.jp/Works.html
Quelle: http://katsuyoaoki.s1.bindsite.jp/Works.html
Quelle: http://katsuyoaoki.s1.bindsite.jp/Works.html
Quelle: http://katsuyoaoki.s1.bindsite.jp/Works.html
Quelle: http://katsuyoaoki.s1.bindsite.jp/Works.html

 

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Basecap reinvented: Bernstock Speirs bringt das Bunny Cap

Die Hasen können wieder aufatmen: Nach dem Osterfest kommen sie nicht mehr auf den Tisch, sondern auf den Kopf. Zumindest wenn es nach Bernstock Speirs geht. Die britischen Designer haben mit ihren Bunny Caps voll ins Schwarze getroffen: Sportliche Schirmmützen mit Hasenohren (und kleinem Schleifchen).Klingt ein bisschen nach abgedrehter Fashion für Manga-Mädchen in Shibuya? Stimmt. Aber wie sähe das Cap an einem gutaussehenden selbstbewussten Mann im Smoking aus? Ich glaube, es wäre der Knaller.

Bunny Cap. Quelle: bernstockspeirs.com
Bunny Cap. Quelle: bernstockspeirs.com

Auf Lookk kann man übrigens sein eigenes Hasen-Cap kreieren. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind zwar nicht so vielzählig, aber dennoch: Wir lieben diese witzigen Käppchen.

Customize your own Bunny Cap. Quelle: lookk.com

Abgesehen von den Häschen-Hüten gibt es bei Bernstock Speirs noch viele weitere kreative Modelle – es ist erstaunlich, was die Designer aus dem schnöden Basecap herausholen. Kein Wunder, dass bereits Jean-Paul Gaultier oder Agnes B. auf das Label aufmerksam geworden sind und erfolgreiche Kooperationen gestartet haben.

Cap mit Trauerflor. Quelle: bernstockspeirs.com
Origami am Cap. Quelle: bernstockspeirs.com
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Sexy Sweaters!

Zu schön um wahr zu sein! Wie schade, dass diese Aussage auch auf die Pullover mit Augenzwinker-Design von Sexy Sweaters zutrifft. Denn bis auf weiteres bleiben die Klamotten mit psychedelischen Alien-Drucken, unterarmdicken Ketten-Prints oder hyperkitschigen Madonnen-Dessins leider nur digitale Wirklichkeit, wie ein Blick in die FAQs verrät:

where can i buy a swater?

you can’t yet! we hope to start selling some of these in the future, but nothing’s been decided yet.

Dabei sind diese Prints noch skurriler als die lahmen “Wolf-heult-den-Mond-an”-Drucke. Wie gerne hätte ich doch den ein oder anderen dieser feschen Fetzen. Und mal Hand aufs Herz: Viel besser sah es in unseren Kleiderschränken in den 90ern auch nicht aus. Hier meine Lieblingsteile:

Take me on a journey! Quelle: sexy-sweaters.com
Typisch Chanel! Quelle: sexy-sweaters.com
Versace könnte es nicht besser. Quelle: sexy-sweaters.com
Heilige Maria Mutter Gottes. Quelle: sexy-sweaters.com
Die wollen nur spielen. Quelle: sexy-sweaters.com
Und noch einer für unsere Pussy-Liebhaber. Quelle: sexy-sweaters.com
Die Erlösung? Quelle: sexy-sweaters.com

 

 

 

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Rad Hourani: How to double your clothes…

Jeder kennt das Problem, dass man immer – aber auch wirklich immer – zu wenig Klamotten besitzt. Wohl dem, dessen Partner vom gleichen Ufer kommt und noch dazu die gleiche Kleidungsgröße besitzt – BINGO. Bei heterosexuellen Paaren ist das natürlich etwas schwieriger und eigentlich nur mit Unisex-Klamotten möglich. Ja, Unisex ist immer etwas schwierig: Wo der eine Designer für die Männer zu weiblich und für die Damen zu männlich schneidert, ergeht sich der andere mittels schwarzer Shirts und Minimalismus in völliger Geschlechtsneutralität und/oder Belanglosigkeit – von Cross-Dressing mal ganz zu schweigen. Anders der Unisex-Ansatz von Rad Hourani: Ihm ist es völlig egal, ob Männlein oder Weiblein, Rock oder Hose. Unisex heißt hier, dass jedes Kleidungsstück seiner Geschlechtszuschreibung enthoben wird. Die Kleidungsstücke gehen nicht mit der Körperlinie, sondern sie erschaffen diese auf ganz neue und geschlechtsunabhängige Weise. Heraus kommen avantgardistische Blazer und Jacken, die mit ihren in Falten gelegten, festen Stoffen an Origami erinnern und ebenso an traditionelle Kimonos angelehnt sind. Die teilweise sehr konzeptionellen Stücke funktionieren dabei zwar für den Alltag mal besser, mal schlechter; auf jeden Fall geben sie dem von vielen schon totgesagten Unisex aber eine neue Diskussionsgrundlage: Gender follows form.

Quelle: radhourani.com
Quelle: radhourani.com
Quelle: radhourani.com
Quelle: radhourani.com
Quelle: radhourani.com
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In Mexiko tragen sie Käfer…

Nein, dies ist kein verspäteter Aprilscherz. In Mexiko gibt es eine sehr lange Tradition, lebende Maquech-Käfer mit Glitzersteinen zu bekleben und als Schmuck an der Kleidung zu tragen. Ich weiß nicht, wie petas Einstellung zu Käfern ist, die ja nicht so süß wie Robben, Nerze & Co. sind, aber es schreit schon nach Tierquälerei. Man darf nur hoffen, dass aus dieser regionalen Tradition kein globaler Trend wird: Ich stelle mir gerade vor, wie Sandy aus Hellersdorf ihren mit pinken Glitzersteinen besetzten Käfer namens Coco ausführt – natürlich passend mit Ed-Hardy-Handtasche und Bling-Bling-Nägeln. Spätestens, wenn das kleine Insekt ihr auf den Fake-Hilfiger-Pulli vom Polen-Markt scheißt, wird zumindest für Sandy aus Hellersdorf der Trend schnell wieder vorbei sein. Bleiben immer noch vereinzelte Gothics, die den Käfer mit schwarzen Kristallen besetzt bei düsteren Parties als Accessoire nutzen können. Und natürlich auch eine Super-Idee für Heidi Klum und ihre Mädchen – vielleicht helfen die Glitzerkäfer ja aus dem Quotentief? Für alle anderen heißt es: Finger davon lassen – die Insektenwelt wird es uns danken.

Lebende Käfer als Schmuck? Quelle: urzeitkrebse.de
Willkommen im Gruselkabinett. Quelle: urzeitkrebse.de

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Transen im Fantasyland: Niels Peeraer

In unserer Kindheit war dank unserer unbändigen Vorstellungskraft alles bunt und fantastisch – die Möglichkeiten schienen uns nahezu unbegrenzt. Heute sitzen die meisten von uns in grauen Büros und tragen noch grauere Kostüme und Anzüge – willkommen in der Realtität. Ein Ausbrauch aus diesem tristen Alltag bringt ein Blick auf die Entwürfe von Niels Peeraer. Mit kindlicher Freude und Imagination lässt der belgische Designer Models in einteiligen Tweed-Schlafanzügen (Chanel lässt grüßen), Gladiatoren-Gamaschen, die an Prothesen erinnern und japanischen Holzpantoffeln, Ledersuspensorien, geflügelten Korsetts und geflügelten Kopfbedeckungen à la Asterix oder römischer Siegesgöttin auf dem Laufsteg flanieren. Dabei tragen die Männer die Kleider – klar – und dazu Plüschkäppchen mit Bärchenohren. Die Show wirkt wie eine unruhige Nacht, in der die Träume zu einem riesigen verwirrenden Tumult miteinander verschmelzen: Götterdämmerung auf dem Ponyhof. Die Träume von Niels Peeraer möchten wir auch mal haben – oder besser doch nicht?

Mademoiselle Chanel will schlafen gehen? Quelle: antwerp-fashon.be
Bärchenwurst. Quelle: antwerp-fashon.be
American Gladiators. Quelle: antwerp-fashon.be
Hier kommt die Baut, hier kommt die Braut. Quelle: Quelle: antwerp-fashon.be
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